Der E-Bike-Boom in Zahlen – wie Pedelecs den Markt erobert haben und wer sie wirklich kauft

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt.

Der E-Bike Markt ist in wenigen Jahren explodiert: In Deutschland wurden 2023 über 2 Millionen Pedelecs verkauft. Inzwischen ist fast jedes fünfte neu verkaufte Fahrrad ein Elektrofahrrad. Wir schauen uns die Zahlen genau an.

Es fühlt sich an wie eine stille Revolution auf zwei Rädern. Während vor zehn Jahren ein E-Bike noch neugierige Blicke auf sich zog, ist das Pedelec heute aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Aber was sagen die Zahlen wirklich? Wer kauft E-Bikes, wie hat sich der Markt entwickelt – und wohin geht die Reise?

Dieser Artikel gehört zu unserem E-Bike Ratgeber. Technische Details findest du in den Artikeln zu E-Bike Typen und Akku & Reichweite.


Wie hat sich der E-Bike Markt in Deutschland entwickelt?

Der Aufstieg des Elektrofahrrads ist bemerkenswert: Noch 2013 wurden in Deutschland rund 380.000 E-Bikes verkauft. Zehn Jahre später, 2023, waren es laut Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) bereits über 2,1 Millionen Stück – ein Anstieg um mehr als das Fünffache. Damit machen Pedelecs inzwischen rund 17 bis 20 Prozent aller neu verkauften Fahrräder aus.

Besonders interessant: Das Wachstum hat sich trotz der allgemeinen wirtschaftlichen Unsicherheiten nach der Pandemie stabilisiert. Der Boom der Jahre 2020 und 2021 – mit Lieferengpässen und langen Wartelisten – ist zwar abgeflaut, aber das Basisniveau liegt deutlich höher als vor Corona.


Welche E-Bike Typen werden am häufigsten verkauft?

Das City- und Trekking-E-Bike dominiert klar: Rund zwei Drittel aller verkauften E-Bikes in Deutschland gehören dieser Kategorie an. Es folgen E-MTBs mit wachsendem Anteil – besonders im höheren Preissegment. E-Lastenräder haben zwar einen kleinen Marktanteil, aber das stärkste prozentuale Wachstum aller Kategorien – befeuert durch städtische Förderprogramme und den Wunsch nach echten Autoalternativen.


Wer kauft eigentlich ein E-Bike – und warum?

Das Käuferprofil hat sich in den letzten Jahren deutlich verbreitert. Früher waren E-Bikes vor allem bei älteren Käufern ab 55 Jahren beliebt – das Elektrofahrrad galt als Ausgleich für nachlassende Kondition. Heute sieht das ganz anders aus:

Pendler (30–50 Jahre): Der größte Wachstumsmarkt. Menschen, die das Auto auf Kurzstrecken ersetzen wollen, das Schwitzen beim Ankommen vermeiden möchten und die Freiheit der Zweirad-Mobilität schätzen.

Sportlich Aktive (25–45 Jahre): E-MTB-Fahrer, die längere Touren machen wollen, oder Rennradfahrer, die bei Gruppenausfahrten mithalten möchten.

Familien: E-Lastenräder als Kindertransport und Autoersatz, besonders in Städten.

Ältere Käufer (55+): Nach wie vor eine wichtige Gruppe – mit dem Wunsch, länger aktiv zu bleiben und Steigungen meistern zu können.


Was kostet ein E-Bike durchschnittlich – und wohin entwickeln sich die Preise?

Der Durchschnittspreis eines E-Bikes ist in den letzten Jahren gestiegen und liegt aktuell bei etwa 2.500 bis 3.500 Euro. Im Premium-Segment, vor allem bei E-MTBs und hochwertigen City-Bikes, werden problemlos 5.000 bis über 10.000 Euro ausgegeben. Das klingt viel – aber wer das über Dienstrad-Leasing finanziert, zahlt monatlich oft weniger als für ein Bahnticket. Mehr dazu: E-Bike Förderung und Dienstrad-Leasing.


Welche Rolle spielt das E-Bike für die Verkehrswende?

Studien zeigen, dass E-Bike-Käufer tatsächlich häufiger das Auto stehen lassen als klassische Radfahrer. Der Grund: Die elektrische Unterstützung beseitigt die wichtigsten Alltagshürden – Schweiß, Steigungen, Gepäck. Laut einer deutschen Befragung ersetzen rund 30 Prozent der E-Bike-Pendler damit mindestens eine Autofahrt pro Tag. Für das Klima ist das eine relevante Größe.


Jahr Verkaufte E-Bikes (DE) Anteil am Gesamtmarkt
2010~200.000ca. 5 %
2011~330.000ca. 8 %
2012~380.000ca. 10 %
2013~410.000ca. 11 %
2014~480.000ca. 12 %
2015~500.000ca. 12 %
2016~600.000ca. 15 %
2017~700.000ca. 18 %
2018~1,00 Mio.ca. 23,5 %
2019~1,40 Mio.ca. 31,5 %
2020~2,00 Mio.ca. 39 %
2021~2,00 Mio.ca. 43 %
2022~2,20 Mio.ca. 48 %
2023~2,10 Mio.ca. 53 %
2024~2,10 Mio.ca. 53 %
2025~2,00 Mio.ca. 53 %

Absatz von E-Bikes in Deutschland von 2010 bis 2025

EBike Absatz Deutschland 2010 bis 2025

Marktanteil von E-Bikes in Deutschland von 2010 bis 2025

EBike Marktanteil Deutschland 2010 bis 2025

Welche regionalen Unterschiede gibt es beim E-Bike Kauf innerhalb Deutschlands?

Auch innerhalb Deutschlands zeigt sich der E-Bike Boom nicht überall gleich stark. In süddeutschen Regionen mit hügeligem Terrain, etwa in Teilen Baden-Württembergs oder Bayerns, ist die Nachfrage nach E-Bikes mit kräftigen Motoren traditionell besonders hoch – die Topografie macht den Unterschied zum unmotorisierten Fahrrad hier besonders spürbar. In flachen Regionen wie Norddeutschland ist die Fahrradkultur insgesamt stärker, aber der Anteil der E-Bikes wächst auch hier kontinuierlich, vor allem getrieben durch Pendler und ältere Fahrer.

Großstädte zeigen ein eigenes Muster: Hier sind es vor allem E-Lastenräder und kompakte City-E-Bikes, die das Wachstum treiben – oft eng verknüpft mit kommunalen Förderprogrammen und dem politischen Ziel, den Autoverkehr in Innenstädten zu reduzieren. Wer also durch verschiedene deutsche Städte radelt, wird durchaus unterschiedliche Schwerpunkte im Modellangebot der lokalen Fachhändler bemerken.


Fazit: Der E-Bike Boom ist kein Hype – er ist strukturell

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Das Pedelec hat sich vom Nischenprodukt zum Massenmarkt entwickelt. Das Käuferprofil ist vielfältiger geworden, die Preise sind trotz Inflation vergleichsweise stabil geblieben, und die Nachfrage hält an. Wer jetzt noch überlegt, ob ein E-Bike für ihn oder sie das Richtige ist – der Blick auf die Zahlen gibt eigentlich eine klare Antwort.




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